Sind Durchblutungsstörungen eine Frage des Alters? Nein, nicht ausschließlich. Zwar steigt das Risiko für bestimmte Gefäßerkrankungen mit zunehmendem Alter, Durchblutungsstörungen können aber grundsätzlich auch jüngere Menschen betreffen.
Aber was ist das überhaupt?
Von einer Durchblutungsstörung spricht man, wenn ein Bereich des Körpers nicht ausreichend durchblutet wird. Dadurch kann die Versorgung des betroffenen Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen beeinträchtigt sein.
Sie haben sicherlich schon einmal etwas von der sogenannten Schaufensterkrankheit gehört. Dabei handelt es sich um eine Durchblutungsstörung der Beine. Typischerweise treten beim Gehen Schmerzen auf, die Betroffene dazu zwingen, immer wieder stehen zu bleiben. In Ruhe können die Beschwerden zunächst wieder nachlassen.
Durchblutungsstörungen können jedoch nicht nur die Beine betreffen. Je nach Ursache können unterschiedliche Gefäße und Bereiche des Körpers betroffen sein.
Welche Risikofaktoren gibt es?
Zu den Risikofaktoren für Gefäß- und Durchblutungsstörungen gehören unter anderem:
- Rauchen
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- Diabetes mellitus
- Bluthochdruck
- ungünstige Blutfettwerte
Einige dieser Faktoren lassen sich durch den eigenen Lebensstil beeinflussen.
Nicht nur im Hinblick auf die Gefäßgesundheit kann es deshalb sinnvoll sein, den eigenen Lebensstil hin und wieder zu hinterfragen. Leichter gesagt als getan, denken Sie sich jetzt vielleicht. Ja, das ist es in der Tat.
Und ich halte auch nichts davon, von heute auf morgen alles verändern zu wollen. Kleine Schritte lassen sich häufig viel besser in den Alltag integrieren: zum Beispiel ein täglicher Spaziergang, mehr Bewegung zwischendurch oder ein bewussterer Blick auf die eigene Ernährung.
Es kann auch hilfreich sein, einmal aufzuschreiben, was Sie über den Tag essen und trinken und wie viel Sie sich bewegen. So lässt sich oft leichter erkennen, wo kleine Veränderungen möglich sind.
Wie können sich Durchblutungsstörungen bemerkbar machen?
Das hängt stark davon ab, welche Gefäße und Körperregionen betroffen sind. Mögliche Beschwerden können beispielsweise Schmerzen bei Belastung, ungewöhnlich kalte oder blasse Gliedmaßen, Taubheitsgefühle oder schlecht heilende Wunden sein.
Solche Beschwerden können allerdings auch andere Ursachen haben und sollten medizinisch abgeklärt werden.
Wichtig: Plötzlich auftretende starke Beschwerden wie Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen, starke Brustschmerzen oder eine plötzlich sehr schmerzhafte, kalte und blasse Gliedmaße können auf einen medizinischen Notfall hinweisen. In diesem Fall sollte umgehend medizinische Hilfe gerufen werden.