Unser Auto bringen wir regelmäßig zur Inspektion. Wir wechseln das Öl, kontrollieren die Reifen und wenn eine Warnleuchte angeht, lassen wir lieber einmal nachsehen.
Aber wie sieht es eigentlich mit uns selbst aus?
Da zwickt es schon seit Wochen, wir schlafen schlecht, sind ständig müde oder merken, dass uns bestimmte Dinge nicht mehr so guttun wie früher. Trotzdem machen wir weiter.
Keine Zeit. Wird schon wieder. Ist bestimmt nur Stress.
Und häufig kümmern wir uns erst dann um unsere Gesundheit, wenn die Beschwerden so groß geworden sind, dass sie sich nicht mehr ignorieren lassen.
Warum eigentlich?
Prävention bedeutet für mich nicht, ständig nach Krankheiten zu suchen oder in Sorge um die eigene Gesundheit zu leben. Ganz im Gegenteil.
Es bedeutet, den eigenen Körper ernst zu nehmen und ein bisschen genauer hinzuhören.
Wie ernähre ich mich? Bewege ich mich ausreichend? Schlafe ich gut? Wie hoch ist meine tägliche Belastung? Gibt es Beschwerden, die immer wiederkommen? Und wann habe ich mir eigentlich zuletzt bewusst Zeit für mich und meine Gesundheit genommen?
Natürlich können wir nicht jede Erkrankung verhindern. Gesundheit lässt sich nicht planen und es gibt viele Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben.
Aber es gibt eben auch Dinge, die wir selbst beeinflussen können.
Mehr Bewegung im Alltag. Eine ausgewogene Ernährung. Ausreichend Schlaf. Weniger Stress – soweit das im eigenen Leben möglich ist. Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen. Und Beschwerden nicht monatelang ignorieren, sondern bei Bedarf abklären lassen.
Dabei muss auch hier nicht von heute auf morgen das komplette Leben umgekrempelt werden.
Ich glaube vielmehr an kleine Schritte, die sich tatsächlich in den eigenen Alltag integrieren lassen.
Vielleicht ist es der tägliche Spaziergang. Vielleicht ein genauerer Blick auf die Ernährung. Vielleicht mehr Ruhe. Oder einfach der Entschluss, eine Beschwerde, die schon länger besteht, endlich einmal abklären zu lassen.
Wir investieren viel Zeit und Aufmerksamkeit in die Dinge, die uns wichtig sind.
Vielleicht sollten wir uns selbst dabei nicht vergessen.
Denn beim Auto warten wir schließlich auch nicht erst, bis der Motor streikt.